3 Wochen allein in den USA - Routenplanung

Alles begann mit einer spontanen Buchung von Flügen nach Boston. Mit spontan meine ich wirklich spontan. Ich sah die unfassbar günstigen Direkt(!)flüge nach Boston, die genau zu meinem Reisezeitraum passten, checkte kurz gegen wie lange ein Antrag für einen Reisepass braucht (der alte war schon eine Weile abgelaufen), merkte, dass es passte und buchte.

Dann kam riesige Vorfreude und einige Sekunden später: Panik.

Ich hatte soeben Flüge in die USA gebucht, würde die Reise allein antreten und 3 Wochen durch ein fremdes Land tingeln. Und ich hatte wirklich nicht darüber nachgedacht.
Aber manchmal ist es vielleicht das Richtige, einfach ins kalte Wasser zu springen, nicht aus der Komfortzone heraustreten, sondern hinaushüpfen, den Schritt wagen und eben nicht an all die Konsequenzen zu denken. Denn wenn man zu lange nachdenkt, fallen einem viel zu viele Gründe dagegen ein und plötzlich macht man den Schritt doch nicht mehr und bleibt wieder in seiner bequemen, bekannten Wolke.

Danach ging es an die Recherche. Boston? Was gibt es da überhaupt drum herum? Wie fülle ich meine 3 Wochen? Und kann ich mir das überhaupt leisten?
Nach der Freude über das Flugschnäppchen kam schnell die Erkenntnis, dass die USA ein sehr teures Reiseland sind und das ich das in meiner Reiseplanung berücksichtigen musste.


Routenplanung

Wie ihr wisst, liebe ich Roadtrips. Aber schnell stand fest, dass ein Mietwagen für die ganzen drei Wochen allein recht teuer werden würde und das man ihn an einigen Orten auch einfach nicht braucht. In Großstädten zum Beispiel. Was soll ich mit einem Auto in Boston, wenn überall zu lesen ist, dass Fahren dort die reinste Hölle ist und die Parkgebühren extrem teuer sind? Was gibt es für Alternativen? Bus? Bahn?

Nach einigem Hin und Her sah meine Route am Ende so aus: Boston > New York > Bath (Maine) > Acadia National Park (Maine) > White Mountains (New Hampshire) > Cape Cod (Massassuchets) > Boston

Boston Trip on Roadtrippers

Ich wollte nicht nur von einer Stadt in die nächste fahren, sondern auch Natur erleben und so teilte ich meinen Reisezeitraum in etwa gleich lange Teile. Den ersten Part verbrachte ich in den Städten (Boston und New York) und im zweiten Teil ging es dann in die Natur. Das hat den Vorteil, dass ich nur für die Hälfte meiner 3 Wochen auf einen Mietwagen angewiesen war und dadurch eine Menge Kosten sparen konnte.
Als schwierig habe ich die Auswahl der Orte in der 'Natur' empfunden. Neu England wird vor allem während des Indian Summers bereist, so dass sich die meisten Tipps auf den Herbst bezogen. Die Empfehlungen passten aber nicht unbedingt auf meine Reisezeit Ende Mai/Anfang Juni und so fand ich teilweise nur spärliche Informationen im Internet.
Für mich war klar, dass ich am Tag nie länger als etwa 6 Stunden im Auto sitzen wollte, besser nur 3 oder 4 Stunden. Da ich alle Strecken alleine gefahren bin, konnte ich nie mit jemanden abwechseln und es soll ja auch noch Zeit bleiben mal nach rechts oder links zu blicken. Zudem muss man bedenken, dass man in den USA deutlich langsamer fährt als in Deutschland und man daher für die Strecken mehr Zeit einplanen muss.

Die Karte stellt in etwa meine Route dar. Insgesamt bin ich etwas mehr als 2000km mit dem Auto gefahren und habe die Strecke von Boston nach New York und wieder zurück mit dem Fernbus zurück gelegt. Der Fernbus ist im Vergleich zur Bahn extrem günstig, so zahlte ich für die Hinfahrt z.B. nur 10$ (megabus).


Unterkünfte

Ich buchte all meine Unterkünfte vorab über das Internet.
In Boston und New York sind die Unterkünfte sehr teuer und es ist wirklich schwierig vor Ort spontan etwas bezahlbares zu finden. Auch Hostels sind in beiden Städten teuer und deshalb recherchierte ich hier vorab sehr genau um günstige Unterkünfte zu finden. In Boston schlief ich in einem Hostel recht zentral in der Stadt, in New York zunächst in einem AirBnB-Zimmer in Brooklyn und wechselte dann in ein Hostel in Queens.

Außerhalb der Großstädte ist es kein Problem Unterkünfte zu finden. Motels gibt es wirklich überall, auch an den verlassenden Orten und man findet überall spontan Zimmer. Ein Motelzimmer wird aber pro Zimmer und nicht pro Person bezahlt und daher versuchte ich Nächte in Motels zu vermeiden. In Maine gibt es kaum Hostels, sodass ich dort ein AirBnB-Zimmer und einige Nächte in einem sehr günstigen und einfachen Motel buchte. Es war das mit Abstand günstigste Motel auf der Insel und ich hätte es ohne Vorabrecherche im Internet mit Sicherheit nicht gefunden.
In New Hampshire fand ich vorab ein nettes Hostel und in Cape Cod konnte ich ebenfalls in einem Hostel schlafen. Achtet bei Vorabbuchungen darauf, dass kostenfreies Parken mit enthalten ist, wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid. In Cape Cod war das Parken beispielsweise auch sehr teuer und ich war froh einen kostenlosen Parkplatz am Hostel zu haben.
Solltet ihr zu zweit oder mit mehreren Personen reisen, ist es auch kein Problem, spontan Motelzimmer zu finden und da man den Preis dann teilen kann, kann man auch dort dann günstig unterkommen.

Mein Unterkünfte waren somit die Fixpunkte meiner Strecke, die Route zwischen den einzelnen Unterkünften legte ich aber eher spontan fest. Meist schaute ich am Abend vorher welche Möglichkeiten sich ergaben von A nach B zu fahren und welche Zwischenstops lohnenswert aussahen.

So viel zu einem ersten Eindruck, was ich in den letzten drei Wochen so getrieben habe.
Habt ihr Fragen? Zu bestimmten Orten, zur Anmietung des Mietwagens, zur Einreise?
Schreibt es mir in die Kommentare und seid sicher, hier wird es in nächster Zeit so einige Artikel über meinen Roadtrip geben... (und vielleicht schreib ich auch noch über Irland, da war ich im April nämlich auch noch!)

3 Kommentare:

  1. Haha wie witzig das es dich auch nicht nach Kroatien verschlagen hat! Die USA hören sich aber auch nicht schlecht an, auch wenn mich die Ostküste weniger reizt. Aber vielleicht zeigst du mir ja das Gegenteil :D freue mich jedenfalls auf deine Reiseberichte! Ich hab leider nur Kurztrips bisher machen können und hoffe ja, dass ich demnächst einen günstigen Flug nach Kanada finde... dort 3 Wochen wären dann mein Sommermärchen.

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  2. Ich bin schon sehr gespannt auf dein Travelguide. Einen Roadtrip durch die Usa wäre ja ein Traum von mir, aber alleine würde ich mich das glaube ich nicht trauen xD. Reise aber auch ungern alleine, aber das ist ja Geschmackssache, auf jeden Fall bewundere ich dich für deinen Mut.

    Das New York sehr teuer ist, weiß ich von zwei Freunden, die schon dort waren. Bzw. generell muss man in den Usa für die meisten Sehenswürdigkeiten ziemlich viel Geld hinlegen und auch das Essen ist nicht unbedingt billig. Bin aber sehr gespannt darauf, was du alles erlebt hast und welche Tipps du mit uns teilst.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ich habe das Buch ja nicht gelesen, meine Counse war auch auch nicht so begeistert davon. Andere wiederum waren ja hingegen sehr angetan. Aber das ist wohl Geschmackssache. Als Film würde ich es mir aber gerne einmal anschauen. Bisher habe ich da auch eigentlich nur Positives gehört. Aber kannst ihn dir ja immer noch auf Dvd anschauen.

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  3. oh schön! ich möchte zu gern auch einmal nach cape cod. ich bin schon gespannt zu erfahren wie es dir da gefallen hat!
    ganz alleine einen roadtrip mit der distanz ist auch nicht schlecht. cool, dass du das gemacht hast!

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...Antje, 26 Jahre alt aus Hannover.
Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kamera in der Hand liebe ich es neue Orte und Gegenden zu entdecken.
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